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 Past that can never be changed | Vergangenheit

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Ice Princess
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BeitragThema: Past that can never be changed | Vergangenheit   Mi Jul 18, 2018 12:32 pm




The past remains forever
When did it all start moving way too fast, For you to handle,
You'reshort on breath but heavy on time, You lost the words but you found the rhyme, It's all just poetry now


"Was in der Vergangenheit passiert ist, bleibt in der Vergangenheit. Es ist nicht mehr änderbar, keine Kraft der Welt ermöglicht es dir die Vergangenheit zu verändern. Die Worte die du gesprochen hast, die Entscheidungen die du getroffen hast und die Taten die du getan hast, nichts von alle dem lässt sich zurück nehmen oder verändern. Es ist einfach nicht möglich. Wenn du Worte sagst, kannst du dich im Nachhinein Entschuldigen. So ist es mit allem, du kannst dich entschuldigen, doch rückgängig machen ist keine gültige Funktion. Du hast die Möglichkeit damit klar zu kommen, daran unterzugehen, daraus zu lernen, aber nicht es zu ändern. Worte, Taten, Entscheidungen, alles trägt eine Konsequenz mit sich und egal was du tust, für was du dich entscheidest, du musst bereit sein mit diesen Konsequenzen zu leben. Wenn du mit den Konsequenzen nicht leben willst, solltest du keine Entscheidungen treffen, keine Worte sagen, oder keine Taten tun. Doch das Leben ist so gestrickt das du ständig mit unveränderlichen Sachen konfrontiert wirst. Du kannst Situationen nicht aus dem Weg gehen bei denen du nichts für die Zukunft entscheidest. Alles was du sagst, tust, denkst, hat Auswirkungen auf die Zukunft. Sei dir damit mit jeder einzelnen Faser deines Körpers bewusst. Ich habe am eigenen Leib erfahren wie schlimm so etwas sein kann, wenn man die falschen Worte spricht. Selbst Worte können eine verehrende Wirkung mit sich bringen. Du musst die Folgen kennen bevor du die Worte sprichst. Ich kannte sie nicht, und hab sie trotzdem ausgesprochen. Diese zwei kurzen Wörter die mir mein komplettes Leben auf dem Kopf gestellt haben, mein Leben und das Leben anderer zerstört haben. Ich hatte ein gutes Leben, das will ich nicht leugnen, doch ich habe es mir selber kaputt gemacht. Ich habe mir selber die Steine in den Weg gelegt mit denen ich heute zu kämpfen habe. Ich will euch von diesem Schicksalhaftem Tam erzählen. Von einem Tag der mich komplett verändert hat, der meine Psyche bis heute beeinflusst, der es mir nicht ermöglich einen Tag glücklich zu sein. Aber ich will mich nicht beschweren also fasse das jetzt bitte nicht falsch auf. Ich bin mir dessen vollkommen bewusst das es meine eigene Schuld war, doch mit den Spätfolgen hatte ich nie gerechnet. Aber ich will nicht am Ende anfangen, sondern beim Beginn. An einem wunderschönen Sommertag, ich war gerade mal 12 Jahre alt..."

"Raven, Raven! Kannst du mir bitte noch einmal den Trick mit den Vögeln zeigen ? Bitte, bitte!" Die Stimme des kleinen Jungen war aufgeregt, voller Freude. Er hüpfte um das Braunhaarige Mädchen herum und seine Haselnussbraunen Augen strahlten dabei eine pure Lebensfreude aus die schon fast ansteckend war. Dabei lächelte der noch so zuckersüß das es fast unmöglich war ihm eine Bitte abzuschlagen. Das Mädchen, 12 Jahre alt, dunkelbraune Haare und eisblaue Augen sah ihm dabei lachend, amüsiert zu wie er um sie herum sprang voller Tatendrang und Motivation. Dieser kleine süße Junge war ihr Bruder und er war ganz begeistert von den paar Tricks die, die Eltern dem Mädchen beigebracht hatten. Mit 11 Jahren hatte sie einen Brief für Hogwarts bekommen, das war eine Schule für Zauberer. Doch die Eltern der beiden waren hervorragende Zauberer und hielten es nicht für nötig das Mädchen nach Hogwarts zu schicken. Sie wollten sie zuhause ausbilden und ihr dort alles beibringen was sie selber konnten. Zuhause konnte sie nicht abgelenkt werden und würde ihr komplettes Potenzial entfalten können, was in Hogwarts sicherlich untergegangen wäre, so zumindest war die Meinung ihrer Eltern Johanna und Matthias. Auch wenn Großmutter Elisabeth oft erwähnt hatte das die Schule fantastisch war und für Zauberer, grade in jungem Alter, wichtig für die weitere Laufbahn waren, wollten Johanna und Matthias ihre Meinung nicht ändern. Raven würde dort nur ihr Talent verschwenden und kostbare Zeit verlieren. Ja, kostbare Zeit. Das Mädchen musste viel lernen, vor allem wie es Zaubersprüche richtig aussprach um nicht versehentlich jemanden zu verletzen. Doch Raven war dabei immer mit voller Eifer dabei, deswegen hielt die Großmutter sich mit zunehmenden Alter des Mädchens heraus. Anders aber auch hatte sich die Familie zerspalten und Raven war zusammen mit ihrem Bruder, ihrer Mutter und ihrem Vater im Alter von 5 Jahren weggezogen, wodurch seitdem kein Kontakt mehr mit dem Rest der Familie bestand.
"Aber ich muss erstmal Mama und Papa fragen ob das in Ordnung ist, du weißt ich darf nicht ohne sie zaubern." Raven war begeistert, sie liebte die Magie, die Zauber alles an ihr faszinierte das Mädchen. Für ihr Alter war sie unglaublich wissbegierig und lernte außerordentlich schnell. Es war längst klar, das wäre sie nach Hogwarts gekommen, das sie dem Haus Ravenclaw zugeteilt werden würde. "Mama! Papa! Darf ich Timethen den Zauber mit den Vögeln nochmal zeigen? Er will ihn so gerne sehen, außerdem beherrsche ich den Zauber doch so gut!" Die Stimme des Mädchens hallte nur so durch das große Haus in dem die Reyes lebten. Es ähnelte einer Villa und war gerade zu perfekt für die beiden Geschwister. Von oben aus dem 1.Stock ertönte die Stimme ihres Vaters. "Ausnahmsweise! Aber pass auf mit den Wörtern, mach keine Verdrehung rein und halte genügend Abstand zu Timephen." Erfüllt voller Glück wie viel Vertrauen Matthias seiner Tochter gab, war diese bestärkt und nahm die Hand ihres kleinen Bruders. Sie rannte eilig mit ihm die Treppe herunter in den Keller, doch einen üblichen, normalen Keller konnte man es eigentlich nicht nennen, viel eher war es ein Trainingsraum. Zum Üben von Sprüchen oder auch Elixieren. Die Eltern von Raven und Timephen hatten sich viel Mühe gegeben alles so gut wie möglich zu schützen. In dem Keller war die Magie schon beim ersten Eintritt spürbar und erfüllte einen sofort mit einer angenehmen, vertrauten Wärme. Sie gab einen Selbstsicherheit und das Gefühl alles zu schaffen! Raven liebte diesen Raum, sie war oft hier vor allem seit dem sie 11 war und mit ihren Eltern die Sprüche übte. In diesem Raum war nicht nur die Magie zu spüren, sondern auch viele Relikte aus alter Zeit waren hier. Die ersten Zauberstäbe und Besen ihrer Eltern waren hier ausgestellt. Es war einfach ein besonderer Raum für jeden aus der Familie.

"Illusionen. Illusionen begleiten uns jeden Tag, sie fälschen unsere Sicht auf wichtige Tatsachen, oder lassen uns Dinge so sehen wie wir es gerne hätten. Wir leben in unserer eigenen Illusion, abgegrenzt von der Realität und wollen die Wahrheit nicht wissen. Denn die Wahrheit tut in den meisten Fällen unglaublich weh. Niemand will sich gerne freiwillig dieser Wahrheit stellen, will lieber in der Illusion die er sich erbaut hat bleiben. Das ist ein einziger Fehler wie ich heute sagen kann. Wer lieber in der Illusion anstatt in der Realität leben will, der hat Angst. Angst die Wahrheit zu kennen, Angst verletzt zu werden. Illusion und Realität. Beides eigentlich so einfach und do so schwer voneinander zu trennen. Ich hatte diese Illusion zu diesem Zeitpunkt noch nicht bemerkt, dabei habe ich sie mir selber eingeredet. Ich hab darauf vertraut was ich gesagt hab ohne mir meiner wahren Kraft bewusst zu sein."

"Du musst aber auf Abstand gehen ja ? Ich will nicht das dir etwas passiert Timephen." Ravens Stimme war bittend, fürsorglich und ein wenig schwang der Klang von Angst in ihrer Stimmfarbe mit. Sie stelle sich in die Mitte des Raumes und wartete bis ihr kleiner Bruder auf der anderen Seite des Zimmers war. Nicht das dieser Zauber in irgendeiner Weise gefährlich war, jedoch wusste Raven von ihren Eltern das auch Zauberstäbe bei den einfachsten Sprüchen Macken haben konnten, sie brauchte nur einen einzigen Buchstaben verdrehen oder falsch aufsagen und es konnte ein ganz anderer Zauber entstehen. Diesen Zauber den sie jetzt zeigen wollte, hatte sie mehrfach geübt und konnte ihn sogar im Schlaf, jedoch war ihre Aussprache ab und zu, gerade wenn sie aufgeregt war, etwas ungenau. Aufregung spielte in dem Moment eine große Rolle, denn das kleine Mädchen durfte schließlich zum ersten Mal ohne ihre Eltern zaubern. Natürlich war das für sie ein großer Moment und sie spürte diese Energie in sich wie sie anfing zu brodeln, größer zu werden. Sie atmete tief ein und aus, schloss dabei ihre Augen und zog ihren Zauberstab hervor. In ihren blauen Augen war ihr Tatendrang erkennbar und sie war entschlossen ihrem Bruder ein wahres Kunstwerk zu zeigen. Sie konzentrierte sich ausschließlich auf die Spitze ihres Zauberstabes und fing an alles um sich herum auszublenden. Leiser, alles wurde leiser, nur noch ihr eigener Atem und ihr Herzschlag waren für Raven hörbar. Sie spürte das Blut wild in ihren Adern rauschen, vor Aufregung. Die Magie in ihr fing an sich zu sammeln, ihren Weg zum Zauberstab zu suchen. "Avis!" Leise, fast unmerklich glitt das Wort über ihre Lippen, so geräuschlos das man meinen könnte der Wind hätte gesprochen. Die Spitze des Zauberstabes leuchtete und aus dem leuchten schossen fünf kleine Vögel heraus die sich nun tanzend, in einem Kreis über Ravens Kopf sammelten. Glücksgefühle stiegen in der 12 Jährigen hoch und ihre Backen nahmen eine rote Färbung an. Sie grinste so glücklich das sogar ihre Augen lachten. Sie war wie fasziniert von den Vögeln, verfolgte ihre Bewegungen. Sie folgen so leicht, so als hätten sie ihr Leben lang nichts anderes getan, über ihren Kopf hinweg und folgten der Bewegung des Zauberstabes den Raven nun in die Richtung ihres Bruders lenkte. Timephen war noch faszinierter als seine Schwester, denn er applaudierte ihr mit vollem Herzen, die Augen weit aufgerissen vor erstaunen. "Jaaaa. Du hast es geschafft Raven. Sieh nur die wunderschönen Vögel!" Der Junge lachte und versuchte nach den Vögeln zu greifen die bei ihm angekommen waren und ihn im flottem Tempo umflogen. Es war ein wahrlich sagenhafter Moment an den sich beide noch ewig erinnern würden. Die Vögel flogen immer höher nur um in sagenhaften Sturzflügen wieder nach unten zu kommen. Sie zogen die Augen der Kinder auf sich die voller Freude dem Spektakel zusahen.
Langsam, Sekunde für Sekunde, verblichen die Vögel immer mehr, bis sie letztendlich ganz verschwanden. "Raven die tollen Vögel sind weg, kannst du das nochmal machen ?" Das Mädchen, sichtlich aus der Puste, wandte den Kopf zu ihrem kleinen Bruder um. Sie überlegte kurz ehe sie Timephen eine Antwort gab. "Ich weiß nicht Timy. Auch wenn das ein einfacher Zauber war hat er mich doch ganz gut außer Puste gebracht. Ich könnte Mamma oder Papa fragen ob sie uns noch einen Zauber zeigen wenn du magst." Sie sah ihren Bruder liebevoll an und bemerkte noch während sie sprach das er davon gar nicht so begeistert war, seine Augen verloren langsam diesen Glanz, diese Freude die sie so gerne bei ihm sah. "Ich will aber das du etwas zauberst!" Er schien beleidigt zu sein und sein Anblick löste in Raven Unbehagen aus. Sie wollte ihren Bruder schließlich glücklich machen. Lange überlegte sie was sie nun tun sollte, da fiel ihr ein Spruch ein den sie damals mal irgendwo aufgeschnappt hatte. Sie kannte seine Bedeutung nicht, war sich aber sicher das er nichts böses bedeutete. Sie hatte gehört das er früher von mächtigen Zauberern benutzt wurde, wozu das war ihr unbekannt. Wenn große Zauberer ihn benutzen werde ich das bestimmt auch dürfen. Große Zauberer machen ja nie etwas falsch. Mit dieser Überzeugung stellte sie sich gerade hin, den Zauberstab hoch erhoben. Sie atmete tief ein, füllte ihre Lungen und ihren Brustkorb mit Luft, schloss ihre Augen und konzentrierte sich auf den Spruch. Auf die zwei Wörter die sie gleich aussprechen würde. Ihre kleiner Bruder stand vor ihr, mit ein paar Meter entfernen und sah ihr erwartungsvoll zu was nun passieren würde. Raven öffnete ihre Augen, fest auf Timephen gerichtet, und sprach kraftvoll die Worte aus die in ihrem Kopf schwirrten. "Avada Kedavra"

"Zwei Wörter. Diese zwei Wörter waren es, die mir auf einen Schlag mein Leben ruiniert hatten. Zwei so einfache Wörter bei denen man sich als 12 Jährige natürlich nichts schlimmes vorstellt. Hätte ich vorher gewusst was diese zwei Wörter bedeuten, welche Konsequenzen sie mit sich ziehen würden, ich hätte nie auch nur im entferntesten daran gedacht sie auszusprechen. Ich kann es mir nicht erklären was ich mir dabei gedacht hab. Es war dieser Spruch und seine Wirkung die mich zerstört haben, die mich verändert hatten, die mich innerlich getötet haben. Aus Unwissenheit so einen Fehler zu machen kann man einen Unfall nennen, doch aus Dummheit so einen Fehler zu begehen, ist unverzeihlich. Ich hätte mehr darüber nachdenken sollen, oder es sein lassen sollen. Aber ich war ein dummes Kind das seinen Bruder glücklich machen wollte."

Ein blauer Lichtstoß erschien auf der Spitze des Zauberstabes und nach kurzer Zeit schoss er als Blitz auf Timethen. Die nächsten Sekunden liefen wie in Zeitlupe ab. Ravens kleiner Bruder sank auf einmal zu Boden, ohne ein Wort, gar ohne ein entsetztes Schreien. Die Augen des kleinen Jungen waren aufgerissen, vor Entsetzen, vor Angst oder vor Erstaunen, er konnte es nicht mehr sagen. Sein kleiner Kopf knallte hörbar auf den Steinboden auf danach war Stille. Raven stand einfach nur da, vor entsetzen aufgerissene Augen. Sie spürte wie sich Tränen den Weg über ihr Gesicht bannten, doch sie war nicht fähig sich zu bewegen. Es war eine Schockstarre in der sie sich befand, sie konnte sich nicht bewegen, zu geschockt von dem was eben passiert war. "Timephen?" Ihre Stimmer zitterte, bebte schon fast. Sie fühlte eine plötzliche Leere in sich, langsam, ganz langsam schaffte sie es aus der Schockstarre zu erwachsen, setzte einen Schritt vor den anderen. Flüsternd und voller Angst fragte sie nach ihrem kleinen Bruder: "Timy ?" Ihre blauen unter Tränen stehenden Augen waren auf den Körper am Boden gerichtet der sich immer noch nicht bewegte, kein Lebenszeichen von sich gab. "Timy ? Was ist los ? Steh auf!" Ihr ganzer Körper begann zu zittern. Sie konnte es sehen, sie konnte ihren Bruder sehen. Er hatte die Augen aufgerissen, den Mund zu einem stillen Schrei geöffnet, doch er bewegte sich nicht. Was ist mit ihm ? Was habe ich getan, was ist passiert ? Was hatte dieser Spruch zu bedeuten ? Die Fragen kreisten in dem Kopf der 12 Jährigen und ihr wurde schwindelig, sie hatte Schwierigkeiten noch klar und scharf zu sehen aufgrund der Tränen die nun unaufhörlich ihr Gesicht herunterrannten. Sie sackte neben dem leblosen Körper ihres Bruders zusammen unklar darüber was passiert war. Sie hoffte jederzeit das er sich nur verschluckt hatte, das er gleich Husten würde und sie ansehen würde. Lächelnd, glücklich. Doch, er tat es nicht. Er lag da, regungslos, bleib. Ravens Hand griff nach der kleinen, zerbrechlich wirkenden Hand ihres Bruders. Sie war warm. "Timy, steh auf, bitte. Dir geht es doch gut oder ? Komm schon Timy. Lass uns nach oben gehen und etwas zusammen spielen. Timy ?" Es brachte nichts. Die Stimme der Braunhaarigen war ruhig, noch hatte sie die Hoffnung nicht verloren das ihr kleiner Bruder sich gleich bewegen würde, sie umarmen würde und ihr sagen würde, es gehe ihm gut. "Muuum, Daaad!" Sie schrie, ihre Stimme brach ab. Raven nahm den Körper ihres kleinen Bruders hoch, nahm ihn in den Arm und weinte. Sie konnte sich nicht mehr halten. "Timy, nein. Timy!" Ihr Ruf nach seinem Namen war schmerzerfüllt. So viel Liebe, Angst, Hass auf sich selbst, Trauer steckte in diesem Ruf das es herzzerreißend war. Die Türe zu dem Raum wurde schwungvoll geöffnet und ihre Eltern rannten zu ihnen. "Raven?! Was hast du getan ?" Vorwurfsvoll, verwirrt war die Stimme ihrer Mutter. Sie nahmen Timephen aus den Armen Ravens. Raven saß da, nicht fähig zu antworten, nicht fähig sich zu bewegen. Sie wollte ihren Eltern nicht in die Augen sehen, starrte unentwegt auf den Boden. "Raven verdammt, sag mir was du getan hast ? Was für einen Spruch hast du benutzt?!" Die Stimme ihre Mutter war wuterfüllt und Raven konnte ihren Blick förmlich auf ihren schmalen Schultern spüren. Diese Last die auf einmal auf ihr lag, die sie erdrückte, ihr die Luft zum atmen nahm. Sie konnte nicht sehen was ihre Eltern machten doch auf einmal kniete ihre Mutter vor ihr nieder, ihr Vater hatte anscheinend Timy im Arm, und hielt mit beiden Händen ihre Schultern fest. Raven zwang sich zu Boden zu sehen, ahnend das ihre Mutter sie nicht gerade liebevoll ansah. "Raven! Sie wurde geschüttelt, hart. Ihre Mutter schüttelte sie während sie ihren Namen sagte. Wut, Angst schwang in dieser Stimme mit sodass Raven ein Schauder über den Rücken lief. Die Luft war wie elektrisiert, voller Spannung. "Raven, sag uns welche Wörter du benutzt hast, bitte!" Mit Nachdruck versuchte ihr Vater etwas aus ihr raus zu bekommen. Man merkte das seine Stimme bebte. Das Mädchen hob ihren Kopf und ihre Augen trafen auf die ihrer Mutter. Vor Entsetzen blieb Raven die Luft weg. Eisiges Blau traf auf giftig, vor wut Funken sprühendes Grün. Der Ausdruck auf dem Gesicht ihrer Mutter war zum fürchten. Raven bekam es mit der Angst zu tun, kämpfte eh schon nach Luft. Sie rang sich ab zu sprechen, versuchte klar zu denken, doch alles passierte so schnell, sie konnte kaum realisieren was gerade wirklich passiert war. "Avada Kedavra" Schlagartig veränderte sich der Ausdruck auf dem Gesicht ihrer Mutter. Raven fing an alles auszublenden, hörte kaum noch etwas, sah nur noch das Gesicht ihrer Mutter vor sich. Vor Schmerzen verzerrt, aufgerissene funkelnde Augen, Tränen die über ihre Wangen liefen, es deutete alles daraufhin das die Worte nichts gutes bedeuteten. Raven sah es nicht kommen. Sie spürte auf einmal einen festen Schlag gegen ihr Gesicht, so fest das es sie vom Boden riss. Ihr kleiner, leichter Körper flog ein Stück, landete hart auf den Steinboden. Sie verstand es nicht, wusste nicht was sie getan hatte. Sie öffnete ihre Augen, sah ihre Mutter. Sie war auf den Händen abgestützt, weinte, schrie, ihr ganzer Körper erzitterte. "Mama?" Die gebrechliche Stimme Ravens war leise, kaum hörbar, doch Johanna vernahm sie. Ihr Vater sagte nichts mehr, sah sie nicht an, wandte sich dem gehen zu. "Er ist tot. Raven, dein Bruder ist tot. Du hast deinen Bruder umgebracht. Du hast ihn ermordet."

"Zwei Wörter. Zwei einfach Wörter können ein Leben auslöschen. Ich habe es nicht gewusst. Doch die Erkenntnis traf mich genauso hart wie die Hand meiner Mutter. Ob ich in dem Moment sauer auf sie war ? Ich weiß es nicht. Ich kann mich nicht erinnern. Ich kann nicht sagen ob ich sauer darüber war das sie mich geschlagen hatte. Ich glaub, ich hab gar nichts gefühlt. Ich war leer, nicht in der Lage irgendetwas zu fühlen. Ich hatte meinen Bruder umgebracht, ihn ermordet. Das Leben das er noch vor sich hatte, hab ich zu nichte gemacht. Er würde nie erfahren wie es ist Magie zu benutzen, nie wissen wie es ist zu leben, nie wissen wie es ist etwas zu erreichen. Nein. Denn ich hab ihm diese Chance verwehrt, hab sie ihm genommen. Hab ihm sein Leben genommen. Ich konnte es nicht realisieren und doch wusste ich eines, tief in meinem Herzen, das würde ich mir selbst nie verzeihen. Ich war klein, geschockt, voller Angst. Wie es weitergehen würde wusste ich nicht, aber daran dachte ich nicht. Alles was in dem Moment passierte, zog irgendwie an mir vorbei, so als wäre das nur ein einzig schlimmer Traum gewesen, so als würde ich gleich aufwachen und alles war nur ein böser Traum. Doch die Wirklichkeit, die Wahrheit die ich erkennen musste, war das es kein Traum war, und doch fühlte ich mich wie ein Zuschauer in meinem eigenen Leben. Es fühlte sich nicht so real an, eher wie ein Scherz. Doch es war alles andere als ein Scherz. Es war die harte Realität."

Der Boden war kalt, hart, dennoch irgendwie tröstend. Raven hatte jegliches Zeitgefühl verloren, sie war einfach liegengeblieben nachdem ihre Mutter sie geschlagen hatte und mit ihrem Vater und den Körper von ihrem Bruder gegangen waren. Inzwischen war ihr kalt, ihre Haut schon blau und voller Gänsehaut. Sie würde sich bestimmt erkälten wenn sie noch länger liegen blieb, aber das war dem Mädchen egal. Sollte sie doch krank werden, sollte sie doch sterben. Sie hatte etwas getan was sie nicht vergessen würde, etwas womit sie nun leben musste, aber zuerst musste sie aufstehen, auf die Beine kommen. Langsam, schwer atmend hievte Raven sich hoch. Stand, unsicher, wackelnd auf den Beinen doch sie stand. Ihr Zustand war kritisch, ihre Psyche angeschlagen, eigentlich schon gebrochen. Ihr Blick war leer, ohne Ausdruck, ohne Leben, einfach leer. Ihr Körper war wie ausgepustet. Sie setzte einen Schritt vor den anderen, sie bewegte sich wie eine Leiche vorwärts. Ihr Ziel ? Sie hatte keins, sie wollte einfach weg, weg von dem Ort an dem sie eine so grauenvolle Tat begonnen hatte. Eine Tat, die sie nie wieder rückgängig machen konnte. Eine Tat, die sie auf ewig bereuen würde. Eine Tat, die sie verändern würde. Raven spürte nichts. Es war einfach leer in ihr. Sie hatte keine Emotionen auf ihrem Gesicht, sie war immer noch geschockt, unfähig zu denken. Zu leer um zu weinen. Mit gesenktem Kopf, den Blick einfach gerade aus auf den Boden, oder eher in das Nichts gerichtet öffnete sie die Türe. Die Türe war so unglaublich schwer, so kam es Raven zumindest vor dabei war sie es eigentlich gar nicht. Doch Ravens Körper war schlapp, erschöpft, leblos konnte man schon sagen. Sie hatte keine Kraft mehr, des gehen setzte ihr schwer zu. Sie hörte vereinzelt die Stimmen ihrer Eltern. Ihre Mutter, Raven wollte sich am liebsten die Ohren zu halten, hörte sich so verletzt an. Sie war so gebrochen, zerstört. Voller Schmerz redete Johanna mit Matthias und Raven schnappte ein paar Worte auf. "Sie kann nicht hierbleiben. Er ist tot. Unser einziger Sohn ist tot." Raven verstand es, doch realisierte es nicht. Sie bewegte sich weiter, Schritt für Schritt zu ihrem Zimmer. Vor den Zimmer ihres Bruders blieb sie stehen. Ihr Kopf drehte sich, ihre Augen durchsuchten das Zimmer, ihre Sinne waren aufmerksam. Sie hoffte, betete ihr Bruder würde gleich rauskommen. Er tat es nicht. Er war tot. Mausetot. Raven schleppte sich in ihr Zimmer, schloss die Türe leise hinter sich und sackte auf ihrem Bett zusammen. Immer noch fühlte sie nichts, doch langsam kam sie wieder mehr und mehr zu Bewusstsein. "Was habe ich getan ?" murmelte sie, nicht in der Lage lauter zu reden. "Ich...Ich habe Timy getötet ? Meinen eigenen Bruder ermordet ?" Ihre kleinen Hände legten sich auf ihre Augen und sie spürte ein schmerzhaftes Stechen in der Gegend ihres Herzens. Es erschwerte ihr das Atmen und sie rang nach Luft, bekam Panik, hatte Angst davor zu ersticken. Ruhig, ich muss ruhig bleiben. Meine Atmung kontrollieren. Aber! Die Gedanken flogen nur so wild herum. Sie kämpfte, gegen die Tränen, gegen ihre Angst, gegen ihre Atemnot. Sie schloss die Augen.
Raven wurde wach aufgrund der lauten Stimmen vor ihrem Zimmer. "Schick sie weg. Fort von hier, fort von uns. Ich will dieses Monster nicht in meiner Nähe haben, nie wieder möchte ich ihre Stimme hören oder sie ansehen müssen. Sie soll gehen, mir egal wohin. Hauptsache weg." Die Stimme ihrer Mutter drang durch die Türe in das dunkle Zimmer der 12 Jährigen. "Sie ist unsere Tochter. Wir können sie nicht aus unserem Leben sperren." Ihr Vater klang zwar ebenso durcheinander wie ihre Mutter und doch versuchte er ruhig zu bleiben, versuchte die Fassung zu bewahren und ihre Mutter zu beruhigen. "Dann bring sie nach Hogwarts. Erstmal weg von hier, weg von uns. Ich möchte meine Ruhe vor ihr haben. Sie soll erstmal lernen sich zu kontrollieren, so ist sie eine Gefahr für alle. Wage es nicht sie unsere Tochter zu nennen! So eine Abscheulichkeit werde ich nie wieder meine Tochter nennen." Tränen stiegen dem Mädchen empor und sie versuchte einen Schluchzer zu unterdrückten. Was sie getan hatte, war unverzeihlich und sie wusste das. Eilig und mit nun tränenüberströmten Gesicht sprang sie fast vom Bett, rannte zu ihrem Schrank, zerrte ihre Tasche heraus und packte nur das notwendigste ein. Sie wusste allzu lange würde sie keine Zeit haben. Er würde gleich kommen und.. Die Türe ging auf und ihr Vater stand in der Türe. Er sagte kein Wort, sah sie nicht an. Sie wusste was das hieß. Sie musste gehen, musste ihre Zuhause verlassen. Gehen in eine Welt die sie nicht kannte, in der sie keine Freunde hatte, wo sie alleine war, auf sich allein gestellt.


"Ich hatte meinen Bruder umgebracht, war von Zuhause rausgeworfen worden und nach Hogwarts geschickt. Die folgenden Jahre waren eine Qual für mich. Ich hab mich von meinen Mitschülern distanziert, bin lieber für mich alleine geblieben, wollte keine Gesellschaft. Nachts wurde ich immer wieder von der Szene im Keller heimgesucht. Alpträume plagen mich heute noch und ich würde lügen wenn ich sage ich kommt aktuell damit ganz gut klar. Ich hab nie mit jemanden darüber geredet. Nachdem ich nach Hogwarst gekommen war hab ich mich auf das lernen konzentriert, auf meine Noten, hab versucht mich abzulenken und es gelang mir sogar ganz gut und doch war da die Erinnerung die schmerzte. Es fühlte sich an als hätte mir jemand das Herz aus der Brust gerissen und unvollständig wieder eingesetzt. Es fehlte etwas. Ich wusste was mir fehlte doch ich konnte nichts dagegen unternehmen. Es gibt keinen Zauber der die Toten zurückholt.
Meine Eltern hielten diesen Vorfall geheim sodass es mir möglich war überhaupt nach Hogwarts zu gehen. Wer jetzt denkt das war das Ende, der hat sich getäuscht. Als ich 15 Jahre alt war, kehrte ich die Ferien über nach Hause zurück, das meine Eltern das erlaubten war für mich schon ein Wunder. Ich wollte sie sehen, mit ihnen reden, mich bei ihnen entschuldigen. Doch wie ich am Anfang gesagt habe, alles was man tut oder sagt zieht Konsequenzen mit sich und mit den Spätfolgen habe ich nie gerechnet."

Die Stimmung war gedrückt. Johanna und Matthias hatten sich in den letzten 3 Jahren verändert. Sie waren nicht mehr so lebhaft, der Verlust ihres Sohnes hatte ihnen schwer zugesetzt. Raven trat am Morgen durch die Türe in die Küche. Sofort nahm ihre Mutter ihre Tasse Kaffee und entschwand aus der Küche. Ihre Mutter mied sie und zwar nicht gerade unauffällig. Matthias sah seine Tochter an, in seinem Blick lag Verachtung, Hass und irgendwas sagte ihr das sie sich in Acht nehmen sollte mit dem was sie sagte. "Guten Morgen." Die Stimme der 15 Jährigen war unsicher, monoton, sie hielt sich zurück. Ihr Vater wandte den Blick von seiner Tochter ab und ging ohne ein Wort ebenfalls aus der Küche, seiner Frau hinterher. Raven glitt auf den Stuhl und stützte ihren Kopf auf ihren Händen ab. So kann das nicht weitergehen. Sie meiden mich jetzt schon seit ich wieder da bin. Es sind jetzt 3 Jahre her seit Timephens Tod. Sie sollten doch mittlerweile eingesehen haben das es ein Unfall war. Wut brauste in Raven auf. Sie wollte es ändern, wollte das ihre Eltern mit ihr redeten, das sie sie endlich wieder ansahen, aber nicht mit diesem Blick.
Mit schnellen Schritten lief die Brünette in das Wohnzimmer in dem sich ihre Eltern zurückgezogen hatten. Auch wenn sie seit den Ferien wieder hier war, war es doch ungewohnt. Die Fotos von ihr waren abgehangen worden, die ihres Bruders hingen noch. Ein Grund mehr der Raven sauer machte. "Was soll das eigentlich ? Ich bin eure Tochter, habt ihr das schon vergessen ?" Raven wusste ganz genau das sie das noch wussten und sie mit Absicht so ignorierten. Ihre Eltern sahen sie nicht an, reagierten nicht einmal auf das was sie sagten, behandelten sie wie Luft. "Hallo ich rede mit euch ?!" Wütend stampfte das Mädchen laut mit dem Fuß auf. Ihre Mutter zuckte zusammen. Hat sie Angst vor mir ? Verwirrung trat in das Gesicht von Raven und sie zögerte, war sie zu weit gegangen ? Nein Sie schüttelte den Kopf. Sie wollte die Karten auf den Tisch legen. " Habt ihr jemals darüber nachgedacht das ihr an alle dem Schuld seid ? Das ihr Schuld daran tragt das Timy tot ist ?" Ihr Vater sah sie an. Entsetzen war das einzige Gefühl das er ausstrahlte. Sein Arm der sich um seine Frau gelegt hatte, der Griff, wurde stärker so als müsste er seine Frau beschützen. Raven war zwar noch ein Kind, dennoch verstand sie die Geste und es verletzte sie, machte sie sauer. "Hättet ihr mich damals nach Hogwarts geschickt wäre das niemals passiert! Ich hätte früher gewusst das dieser Spruch zu den drei unverzeihlichen Flüche gehört. Ich hätte gewusst was dieser Spruch für Folgen hatte, ich hätte gewusst das ich ihn nicht anwenden durfte." Ravens Stimme wurde leiser. Sie war weit gegangen, hatte ihrer Wut freien Lauf gelassen. Aber es stimmte, wären ihre Eltern nicht so von sich selbst überzeugt gewesen hätte sie früher von den unverzeihlichen Flüchen erfahren und ihr Bruder würde noch leben. " Wisst ihr was ? Ihr seit grausame Eltern! Ich solltet euch schämen eure Tochter für etwas zu bestrafen für das ihr eigentlich selber verantwortlich seit!" Wutentbrannt machte Raven auf der Stelle kehrt. Sie hatte in den Augen ihrer Mutter gesehen welch große Angst sie vor Raven hatte. Wenn sie so große Angst vor mir hat, dann werde ich gehen. Ich werde nicht mehr wiederkommen, nie wieder. Mit dem Entschluss den sie gepackt hatte rannte sie hoch, sie spürte die Tränen aufsteigen, unterdrückte sie, rannte in ihr Zimmer, warf ihre Sachen in ihre Tasche und verließ laut krachend ihr Zuhause.

"Ich wusste das ich in dem Moment zu viel gesagt hatte, ich hab meinen Eltern etwas an den Kopf geworfen für das ich eigentlich verantwortlich war. Doch ihre Art, ihre Art wie sie mich behandelten schmerzte einfach so sehr und sie erinnerten mich jeden Tag an das Ereignis vor 3 Jahren. Die einzige Möglichkeit wie ich dem entkommen konnte, war sie zu verlassen. Ich wollte nicht mehr heimkehren, wollte nie wieder in die Augen meiner Eltern sehen.
Tja soviel zu dem Thema Spätfolgen. Als ich 16 Jahre alt war erreichte mich ein Brief. Ich dachte ja mein Leben könnte nicht noch mehr zusammenbrechen, doch was da drinnen stand gab mir letztendlich den Rest. Ich wollte meine Eltern nie wieder sehen doch jetzt wollte ich sie mehr bei mir haben als jemals zuvor. Sie waren tot. Sie hatten sich umgebracht. Meine Worte mussten ihr wohl ziemlich zugesetzt haben den sie haben einen Brief geschrieben, der an mich adressiert war, ich bekam ihn mit der Nachricht der Polizei das sie sich erhängt hatten. Was sie da schrieben, brach mir das Herz. Sie hatten Angst vor mir und doch liebten sie mich so sehr weil ich ihr einzig lebendes Kind war. Sie kamen mit den Erinnerungen nicht klar und mein Gesicht erinnerte sie immer an den Unfall von vor 3 Jahren. Sie kamen nicht darüber hinweg und ihr einziger Ausweg war sich vom Leben zu trennen. Sie wollten mir damit nicht wehtun, sondern mir eher helfen mich von der Vergangenheit zu trennen. Das sie damit das Gegenteil erreichten konnten sie ja nicht wissen und ich nehme es ihnen auch nicht übel. Ich nehme ihnen gar nichts übel, sie trifft keine Schuld. Ich bin sauer auf mich selbst denn ich war der Auslöser für das Familiendrama. Jetzt war meine Familie tot. Wenn ich mal so darüber nachdenke wie es mir jetzt geht. Ich komme kaum damit klar. Alpträume verfolgen mich immer noch, fast jede Nacht wache ich auf und bekomme es mit der Angst zu tun. Es ist schwierig für mich den Tag halbwegs zu überleben doch ich habe gelernt es zu schaffen. Habe gelernt mir einzureden ich sei doch glücklich. Ich rede es mir jeden Tag ein und irgendwie glaube ich schön langsam an diese Lüge. Man merkt es mir nicht an, in soweit hab ich meine Maske perfektioniert doch es gibt Momente, in denen holt mich die Vergangenheit wieder ein. Bilder tauchen auf, Bilder von damals, von diesem schrecklichen Moment und ich weiß nicht damit umzugehen. Ich halte mich immer noch möglichst von allen Menschen fern, versuche kaum Beziehungen aufzubauen. Ich komme vor allem damit nicht klar wenn sich mir jemand nähert, körperliche Nähe ist für mich noch schwierig. Meine aktuelle Angst ist in eine tiefe Depression zu fallen aus der ich nicht mehr herauskomme, doch ich kann mich niemanden anvertrauen. Wer würde denn schon jemanden zuhören, gar vertrauen wenn derjenige jemanden umgebracht hatte ? Sogar seinen eigenen Bruder. Jetzt weißt du warum ich so geworden bin, was mein Leben verändert hat, meinen Charakter gebrochen hat. Wenn du mich so sieht und das hier weißt, kannst du es gar nicht glauben oder ? Tja, ich hab auch gute Tage. Ich bin älter geworden kann schon eher damit umgehen und hab auch tatsächlich glückliche Momente, dennoch fall ich manchmal einfach in alte Verhaltensmuster zurück. Irgendwann, irgendwann hoffe ich jemanden zu finden mit dem ich über all dies reden kann, über alles was passiert ist und er wird mich verstehen. So hoffe ich es zumindest.


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